Einige praktische Überlegungen zum User-Testing von (iPad)-Apps
Audiomitschnitt
You may need: Adobe Flash Player.
Download MP3 (40 MB)
Apps für iPhone, iPad, Android und Co entstehen immer noch quasi im Stundentakt. Auf den ersten Blick alle intuitiv bedienbar und dazu mit Spaßfaktor. Aber bei der App-Entwicklung, ganz besonders für das iPad und andere Tablets, lauern Usability-Fallen. Der Vortrag zeigt an ausgewählten Beispielen, wie Apps getestet werden können und welche – oft unerwarteten – Probleme dabei aufgedeckt werden können. Als Konsequenz wird ein user-orientierter Entwicklungsprozess für Apps vorgestellt, der es möglich macht, User-Tests auch in zeitkritische Entwicklungsprojekte zu integrieren.
Apps sind (immer noch) ein ziemlicher Hype. Teilweise natürlich zu Recht, nämlich immer dann, wenn Interaktionsverhalten und (mobiler) Nutzungskontext im Verbund echten Mehrwert bieten und auch noch Spaß machen. Mit dem iPhone wurden neue Bedienkonzepte und Interaktionsmöglichkeiten eingeführt (Swipen, Schütteln, Pinching). Mit den einigermaßen durchdachten Standard-Apps und dazu noch einer gewissen (Qualitäts-)Kontrolle durch Apple sind viele brauchbare Apps entstanden. Aber leider auch viele schlecht nutzbare und ärgerliche Apps.
Beim iPad und den anderen Tablets verschärft sich die Lage. Hier gelten ebenfalls die neuen Interaktionsmöglichkeiten mit den dicken User-Fingern, allerdings auf einer deutlich größeren Fläche. Schnell ist da die ganze User-Hand mitten über dem Display, um die Hauptnavi zu klicken oder zu swipen. Es werden Interface-Aufteilungen verwendet, die für Bildschirme und Mausklicks super sind, aber eben nicht für dicke User-Finger. Diese Probleme lassen sich im Prinzip sehr leicht aufdecken – wenn man eine App testet!
Der Vortrag zeigt auf, wie Apps getestet werden können und welche Problem dabei zutage treten. Es wurde ein einfaches Test-Setup für Smartphone und Tablet-Apps entwickelt. Diverse Apps wurden damit getestet. Im Vortrag werden Beispiele für unerwartete Probleme aufgezeigt, auch bei Apps, die auf den ersten Blick perfekt wirken.
Besonders interessant sind hier die Tablet-Apps. Hier muss völlig umgedacht werden. Ein Beispiel: Die gelernte Bildschirmaufteilung (links ist die Navigation, in der Mitte der Content und rechts ist egal) funktioniert nicht! Wenn man es einmal gesehen hat, dann ist das auch kein Wunder, aber man muss es eben sehen;-) Als Konsequenz empfiehlt der Vortrag eine Entwicklungs-Methodik, die schlanke User-Tests in den Entwurfsprozess integriert. So können neue Interaktionskonzepte getestet werden und die Spreu vom Weizen getrennt werden. Schließlich soll die neue App ja fünf Sterne bekommen.















